Ist es möglich, Scott und seinem Rudel – überhaupt den Bewohnern Beacon Hills' – ein ruhiges Jahr zu gönnen? Die Antwort liegt wohl auf der Hand. Es passiert immer irgendetwas.
Nachdem die Bestie von Gévaudan besiegt und Mason Hewitt wieder zurück verwandelt wurde, die Schreckensärzte abgetaucht waren, glaubten sie, tatsächlich so etwas wie ruhigen Frieden zu spüren. Doch dieses Gefühl sollte wohl nicht von Dauer sein. Schon bald bewahrheiteten sich die nächsten übernatürlichen Geschöpfe: Die wilde Jagd (orig. The Wild Hunt). Deren Aufgabe ist es, Menschen aus der Realität zu entführen und sie an einen Ort zu bringen, der für Außenstehende nicht zugänglich ist – und ebenso auch keinen Ausgang für diejenigen aufweist, die dort festsitzen. Doch es bleibt nicht dabei, dass die Menschen bloß entführt werden, nein, sie werden aus der Realität ausradiert – komplett ausgelöscht. Jegliche Hinweise darauf, dass diese Menschen überhaupt existiert haben, verschwinden. Man möchte wohl meinen, dass sie immerhin in den Gedanken anderer Personen weiter leben würden. Aber nein, auch das ist nicht möglich. Es ist, als wären diese Menschen nie geboren worden.

  

Als Erstes machen sie sich bemerkbar, indem sie einen kleinen Jungen von seinen Eltern trennen. Doch der Junge erinnert sich an seine Eltern. Wie ist das möglich? Die Sage besagt, dass diejenigen, die die wilde Jagd mit eigenen Augen sehen können, die Nächsten sind. All jene, die das tragische Los, sie wirklich sehen zu können, gezogen haben, müssen um ihr eigenes Leben fürchten. Those who see the wild hunt beware, for you are already lost, so lautet numal die Mythologie. Auch der Junge hat nicht mehr lange, er folgt dem selben Schicksal, das auch schon seine Eltern eingeholt hatte. Scott und sein Rudel versuchen dem auf den Grund zu gehen, doch keiner ahnt, dass auch unter ihnen eine Person dabei ist, die sich fürchten sollte: kein anderer als Stiles Stilinski, größter wandelnde Tollpatsch auf Erden. Langsam ahnt er, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Schon bevor die wilde Jagd ihn überhaupt verschleppen kann, beginnen die Menschen, zu vergessen, wer er ist. Die Einzige, die ihre Erinnerungen bewahren kann, scheint Lydia Martin zu sein. Doch auch sie kann nicht verhindern, dass Stiles mitgenommen wird.
Sobald Stiles verschwunden ist, verschwindet er folglich auch genauso aus der Realität. Sein Vater weiß nicht mehr, dass er einen Sohn hat, sein bester Freund vergisst, dass er all die Jahre so einen treuen Kumpel und Bruder an seiner Seite hatte. Doch es bleibt nicht bloß dabei. Sein Verschwinden sorgt dafür, dass sich auch Dinge aus der Vergangenheit ändern. Claudia Stilinski – seine eigentlich verstorbene Mutter – kehrt durch seine Auslöschung zurück. Niemand scheint verwundert darüber, dass die Frau plötzlich wieder da ist – nicht einmal der Sheriff selbst (dessen Name wir in Folge 6x03 erfahren: Noah Stilinski). Nach und nach bemerkt das Rudel jedoch, dass irgendetwas nicht stimmt. Mehr Schüler werden von der wilden Jagd verschleppt; die Versuche, all diese Leute zu beschützen, scheitern leider. Stiles, Lydia und Malia fangen jedoch an zu spüren, dass all ihnen eine gewisse Person fehlt – eine Person, die für sie alle eine besondere Bedeutung hat und ihnen in individuellen Situationen geholfen hat. Sie finden heraus, dass Menschen immer etwas hinterlassen – sogenannte Relikte. Auch wenn sie selbst verschwinden, bleibt immer ein bestimmtes Objekt zurück, das eindeutig zu ihnen gehört. Schon bald wird sich herausstellen, dass dies nichts anderes als Stiles' geliebter Jeep ist. Man mag sich fragen, wo all diejenigen sind, die von der wilden Jagd verschleppt wurden. Nun, sie alle befinden sich an einer Bahnstation. Einer Bahnstation, die jedoch keinerlei Ausweg für sie bereit hält. Sie sind dort gefangen, warten aber dennoch scheinbar auf Züge, die sie nach Hause bringen sollen. Doch diese Züge werden nie kommen. Die Ghost Rider benutzen ein übernatürliches Portal, um dorthin zu gelangen. Für gewöhnliche Menschen ist dieser Weg tödlich. Doch auch Peter Hale erwacht an diesem mysteriösen Ort. Da er ein Werwolf ist, versucht er sein Glück und folgt den Ghost Ridern durch das Portal. Er schafft es tatsächlich. Nur hat das Ganze Konsequenzen für ihn. Sein gesamter Körper weist drastische Verbrennungen auf, sodass kaum noch zu erkennen ist, wem tatsächlich dieser Körper gehört. Ob er leben oder sterben wird, weiß niemand. Aber wenigstens kann er dem Rudel etwas sehr Wertvolles überreichen: die Schlüssel für Stiles' Jeep. Das Relikt erwacht zum Leben und es stellt sich heraus, dass es als eine Art Kommunkationsmittel fungiert. Durch das Radio sind Scott und Lydia in der Lage, mit Stiles zu kommunizieren, der an dem unbekannten Ort gefangen ist. Seine Stimme sorgt dafür, dass sie sich an ihn erinnern. Schaffen Scott und seine Freunde es,  die Verschwundenen zurück zuholen und die Ghost Rider zu besiegen?
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